Paternoster - Aufzug PDF Drucken E-Mail
Der „Paternoster“ ist eine besondere Form eines Personenaufzugs, bei dem mehrere an einer endlosen Kette hängende, offene Einzelkabinen im ständigen Umlaufbetrieb ihre menschliche Last befördern. Warum heißt dieser Aufzugstyp Paternoster?
 
„Pater noster“ sind die lateinischen Anfangsworte des „Vaterunser“ (Matth. 6,9). Schickt man also jedesmal ein Stoßgebet zum Himmel, bevor man den Absprung in die oder aus den offenen Kabinen wagt? Eher nicht, denn die Kabinen fahren, soweit der Aufzug in ordnungsgemäßem Zustand ist, extrem langsam, so daß das Ein- und Aussteigen völlig ungefährlich ist. Oder betet man aus Angst davor, den letzten Ausstieg zu verpassen und dann am Wendepunkt auf den Kopf gestellt zu werden? Auch diese Angst ist unbegründet. Die Kabinen werden an den Wendepunkten über Scheiben in den jeweils anderen Aufzugsschacht umgesetzt. Oben bleibt oben und unten bleibt unten.
 
Der Paternoster hat seinen Namen vielmehr daher, daß die Kabinen an der Kette aufgereiht sind, wie die Perlen an einer Paternosterschnur (= ältere Bezeichnung für „Rosenkranz“), die der Betende nach jedem gebeteten Vaterunser durch die Finger gleiten läßt.
Das Paternosterwerk, auch Rosenkranzmühle genannt, ist ursprünglich eine Erfindung der alten Chinesen. An einer endlosen Kette befestigte Schöpfeimer dienten dazu Wasser auf kleine Höhen zu heben. Später wurde dieselbe Technik im Bergbau verwandt, um Förderkörbe zu betreiben. Die Kette mit den daran befestigten Körben erinnerte die Bergleute des Mittelalters an einen Rosenkranz.
 
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