Stephan Hamann und ich, Mareike Seifried, besuchten am
26.02.05 die ehemalige Studienrätin und Kunsterzieherin am
Nordsee-Gymnasium-Büsum Urse Klau im Seniorenheim in Wesselburen, um sie zu den
Mosaiken zu befragen. Sie hat damals 1965 mit ihrem Mann Winfried Klau das Projekt
geleitet.
Sie erzählte uns, dass die Wände, an denen sich die Mosaiken
befinden, früher kahl und grün gestrichen waren. So schlug ihr Mann, ein
freischaffender Künstler und ebenfalls Kunsterzieher, vor, mit den Schülern Mosaiken anzubringen. Als Thema war unter anderem der Barmherzige Samariter
im Gespräch. Doch letztendlich entschied sich das Lehrerkollegium für eine
Darstellung der Heraklessage.
Sie wies uns auf einen
Artikel in der Festschrift
zur Einweihung des Schulgebäudes am 04. Oktober 1967 hin, in dem genau
der Arbeitsablauf vom Entwurf durch ihren Mann Winfried Klau bis zur Anbringung der
Mosaiken durch die Schülern beschrieben ist.
Nach ihren Angaben verzichtete man während der Anbringung der Steine auf ein
Klimaschutzmittel im Mörtel, da die Steine so besser hielten. Dies scheint
jedoch der Grund dafür zu sein, dass die Mosaiken jetzt langsam abbröckeln und
renovierungsbedürftig sind.
Die Mosaiken sind jedoch beim Amt nicht wie die Mauer auf unserem
Schulhof als "Kunst am Bau" eingetragen. Da somit keine Verpflichtung
zum Erhalt besteht und die Renovierung finanziell sehr aufwendig ist, hat man
leider beschlossen eines der beiden Mosaiken in absehbarer Zeit abzusprengen.
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